Der Jena-Hof
Holzer`sche Permakultur
im Naturpark Raab

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Zielsetzung

 

 
Zielsetzung

 
 
 

Dieses NATUR-, LANDWIRTSCHAFTLICHES und TOURISTISCHES KONZEPT wurde im Februar 2003 von Sepp Holzer und mir, dem Landwirtschaftministerium Herrn DI DDR. Reinhard Mang, vorgestellt.


PERMAKULTUR

Der Begriff Permakultur leitet sich aus dem englischen „permanent agriculture“ ab und wurde 1974 von australischen Ökologen und Landschaftsplanern Bill Mollison und David Holmgren geprägt. 1981
wurde Mollison für sein Permakultur Konzept der Alternative Nobelpreis, gestiftet von Jacob Uexküll (Schweden) verliehen.

Permakultur beruht auf einem Denken in Zusammenhängen und Wechselwirkungen. Permakultur-Freunde/innen beobachten die Natur. Sie empfinden natürliche Kreisläufe nach und entwickeln sich selbst
Erhaltende, dauerhafte Systeme aus Pflanzen und Tieren, die sich gegenseitig ergänzen und bereichern. In diese sensiblen Netze integrieren sie ökologische Bauten und Siedlungen mit großer Sorgfalt.

Permakultur führt uns nach vorne, zu unseren Lebenswurzeln zurück. Permakultur ist friedvolles, einander förderliches Miteinander von Menschen und Natur: unser persönliches lustvolles Wirken und Werken vor unserer Haustür als Beitrag zu einer zukunftstauglichen Entwicklung dieser Welt.

Bill Mollison und David Holmgren definieren Permakultur als ein integriertes, sich selbst entwickelndes System aus mehrjährigen und sich selbst vermehrenden einjährigen Pflanzen und Tierarten, die für den Menschen nützlich sind. Grundgedanke ist das Wirtschaften in und mit ökologischen Kreisläufen im Sinne einer dauerhaften und nachhaltigen Nutzung.

PERMAKULTUR IST NEBEN EINER ALTERNATIVEN FORM DER LANDWIRTSCHAFT AUCH EINE LEBENSPHILOSOPHIE!!


 

DER STANDORT

Jena-Hof, Familie Barrada, Mitterhenndorf 19, 8380 Jennersdorf
Tel. +43 3329-45638, 0664-133 85 13, Fax +43 3329-46974
E-mail: jena-hof@aon.at, www.jena-hof.at

Im Dreiländer-Naturpark Raab-Örseg-Goricko wurde der Jena-Hof mit Holzer`scher Permakultur im Frühjahr dieses Jahres eröffnet.
Das Grundstück hat eine Fläche von 42.000 m.

Josef Holzer – der bekannte Permakultur-Spezialist aus dem Lungau, plant nun ein angrenzendes Grundstück mit einem Ausmaß von ca. 40.000 m² zu erwerben.

Eine ebenso angrenzende Fläche von ca. 20.000 m² soll vom Landwirt Alexander Schweitzer eingebracht werden.

Die Flächen sind in beiliegenden Katasterplänen ersichtlich.


 

PROJEKTZIELE

  • Verschiedene Formen der biologischen Landwirtschaft werden nach den Prinzipien von Permakultur und Agroforestry gelebt
  • 365 Tage im Jahr dem schönsten Hobby – Bauer zu sein – nachzugehen
  • Fördern des positiven Denkens
  • Freude haben am renaturieren einer natürlichen Mitwelt
  • Wahrnehmen und weitergeben des gemachten Erfolges
  • Natur begreifen und nicht bekämpfen
  • Beispielgebende Wirkung für weitere Projekte

 

LANDWIRTSCHAFTLICHES KONZEPT

Die Flächen werden nach dem Prinzipien der Permakultur bewirtschaftet.
Eine nachhaltige landwirtschaftliche Bewirtschaftung soll gelebt werden (z.B. durch Extensivtierhaltung und Familientierhaltung).
Der Boden wird äußerst schonend bewirtschaftet.
Auf Vielfalt in jeder Hinsicht ist Wert zu legen.
In Selbsterntefeldern hat der Besucher die Möglichkeit, sich die Früchte dieser Art der Landwirtschaft mit nach Hause zu nehmen.

1. Tiere:

Bei den Tieren ist besonders auf artgerechte, natürliche Haltung zu achten. Alte Haustierrassen sind zu forcieren (z.B. Pinzgauer, Tuxer, Urrind,...). Pensionstierhaltung mit der Gewährleistung artgerechter, natürlicher Haltung.

1.1. Rinder
Verschiedene Rinderrassen

1.2 Schweine
Verschiedene Schweinerassen (z.B. Turopolje, Wollschwein, robuste Landschweinerassen

1.3 Geflügelarten
Hennen, Enten, Gänse, Ziergeflügel
Hecken mit Dornengebüsch und Schutzinseln auf dem Wasser bietet den verschiedenen Geflügelarten Schutz vor Feinden.

2. Pflanzen:

Seltene, vom Aussterben bedrohte Pflanzen sollen geschützt werden.
Es wird aufgezeigt werden, dass durch die ständige Klimaerwärmung andere Pflanzen und Früchte angebaut werden müssen, der Wasser- haushalt verbessert, die Speicherfähigkeit erhöht, das Bodenleben aktiviert und die Fauna und Flora verbessert werden muss.
Ersatzsymbiosen müssen geschaffen werden. (Dazu gibt es schon ausreichend Forschung und Erfolg von Sepp Holzer, Diplomarbeiten und Anerkennung auf der Expo 2000 in Hannover, sowie Filmaufnahmen von Universum, welche im Oktober 2002 ausgestrahlt werden).


2.1 Getreide
Verschiedene Getreidesorten (z.B. Urgetreide, versch. Wildformen)

2.2 Gemüse
Selbsternte
Vermieten von Kleinflächen
Saatguterzeugung von alten Kulturformen
Mehrjähriges Gemüse

2.3 Obst
Verschiedene Stein- und Kernobstsorten (alle Sorten- und Baumformen)
Selbsternte
Bei Obstbäumen sind keine Pflegemaßnamen notwendig.
Natur erfahren, nicht behindern.

2.4 Kräuter
Heilkräuter
Duftgewürze, Gewürzpflanzen
Selbsternte

2.5 Beeren, Sträucher
Erdbeere, Himbeere, Jostabeere, Johannesbeere, Honigbeere ..
Speierling, Elsbeere, Mehlbeere, Eberesche, Herzbeere,
Hollunder, Haselnüsse ..,

2.6 Pilze
Pilzanbau- und Ernteland von heimischen Pilzen und seltenen Pilzarten unter anderem für medizinische Zwecke.
Hier sollen Behinderte eine Beschäftigungs- und Arbeitstherapie erhalten.


3. Wasserwelt

Wasser wird in den verschiedensten Formen in das Projekt eingebunden:

  • Teiche (u.a. für Fische, Zierfische, Krebse, Muscheln, Wasserpflanzen)
  • Wasser zerstäuben bietet die Möglichkeit bei Pflanzen die Vegetationszeit zu verlängern
  • Die Wasserzerstäubung kann weiters für Beleuchtungs- und Regenbogeneffekte genutzt werden.
  • Sumpflandschaften
  • Biotope
  • Wassergärten
  • Tief- und Flachzonen in den Gewässern
  • Waldbadesee


4. Regenwald

  • Eine Kulturwildnis auf Kleinformat, wo eine Vielfalt exotischer Pflanzen kultiviert werden sollen.
  • mit Vulkangestein (aus dem nahe gelegenen Steinbruch) entsprechend gestaltet
  • Für die Besucher ein Regenwaldklima geschaffen wird.


5. Alte Arbeitstechniken

Dem Besucher sollen bei der Besichtigung alte Arbeitstechniken vermittelt werden. Der Besucher soll auch die Möglichkeit haben, selbst die eine oder andere Arbeitstechnik zu erlernen.

  • Getreide mahlen
  • Most pressen
  • Schnaps brennen
  • Händisch mähen
  • Dengeln
  • Flachs verarbeiten
  • Leinöl pressen
  • Beinsalbe brennen
  • Germ erzeugen
  • Köhlern
  • Fleischverarbeitung
  • Fleisch selchen in einer Rauchküche
  • Milch- u. Käseverarbeitung
  • Alte Konservierungsmethoden
  • Errichten alter Zaunformen
  • Herstellen alter Handwerkzeuge
  • Diverse Bastelarbeiten


 


TOURISTISCHES KONZEPT

1. Kinderbauernland

  • Eine Zusammenführung von Kindern, Eltern und Großeltern, um in Gemeinschaft alte Techniken zu aktivieren und zu erlernen
  • Gemeinsam den Umgang mit der Natur erleben und wieder näher mit Grund und Boden in Berührung kommen
  • Kinder sollen sich ihren Bereich selbst gestalten
  • Kinder dürfen und sollen die Landschaft verändern
  • Kinderbauernhof, Weidenhaus, Felsentunnel, Burg bauen, Kletterbäume, Baumhaus, Kinderwasserwelt
  • Kleine Hügelbeete oder Gemüse und Kräutergärten anlegen


2. Exkursionen

  • Einführung in die Permakultur – eine Alternative zu herkömmlichen landwirtschaftlichen Monokulturen
  • Dem Besucher wird vermittelt, wie der Mensch im Einklang mit der Natur leben kann
  • Der Besucher kann aktiv an der Bewirtschaftung teilnehmen und selbst ernten


3. Sehenswürdigkeiten

Dem Besucher wird eine Vielfalt von Sehenswürdigkeiten geboten

  • Pflanzen
  • Tiere
  • Regenwald
  • Wasserwelt
  • Alte Arbeitstechniken
  • Erntevorgänge

    (Siehe dazu unser Landwirtschaftliches Konzept)


4. Seminare

  • Natur erleben
  • Erlernen alter Arbeitstechniken
  • Unproduktive Flächen bewirtschaften (z.B. Felsen- und Sumpflandschaft)
  • Heilpraktik Homöopathie
  • Mensch- Tier- und Pflanzenheilkunde Ganzheitsmedizin
  • Positive Zukunftsperspektiven
  • Autogenes Training – Schamanistische Kurse ........


5. Ziele

  • Das Naturerlebnis- Bauernland wird nach den Prinzipien von Permakultur bewirtschaftet.
  • Seltene Pflanzen und Tierrassen werden wiederbelebt
  • Durch das Naturerlebnisland wird Erholungsraum geschaffen.
  • Besucher werden durch das Angebot des Naturerlebnislandes angezogen.
    Das Angebot beinhaltet in erster Linie Exkursionen und Seminare. Dem Besucher sollen aber auch landwirtschaftliche Tätigkeiten vermittelt werden.
  • Durch das Naturerlebnisland wird eine zusätzliche Einnahmequelle für die Region geschaffen.

 

BAULICHE EINRICHTUNGEN

Der renovierte Jena-Hof hat in diesem Projekt eine zentrale Funktion in Bezug auf Information, Kommunikation, Bildung, Bewirtung und Direktvermarktung.

Das Stallgebäude wird zu einem winterfesten Seminarraum mit Lehmofen, Lehmisolierung, Sanitären Anlagen, Teeküche und Heuschlafräumlichkeiten ausgebaut.

Ein Hof- und Stallgebäude wird Herr Holzer am benachbarten Grundstück errichten.
In diesem Hofgebäude werden auch die Vorrichtungen für die anzubietenden alten Arbeitstechniken siehe unter Pkt. 4, eingerichtet.

Integriert in die Landschaft wird auch eine Hammerschmiede und Unterstände für Tiere.


 

ORGANISATION und RECHTSFORM

Das Naturerlebnis- und Kinderbauernland ist eine Gemeinschaftsinitiative der Landwirte Josef Holzer, Gertrud Barrada, und Alexander Schweitzer.

Zur Gewährung eines reibungslosen Betriebes sind Reglementierungen notwendig. Weiters erfordert die Geschäfts-
tätigkeit gewisse Rechtsformen.

Ein zentraler Punkt ist die Aufrechterhaltung des Landwirtschafts-
Status für die Durchführung sämtlicher landwirtschaftlicher
Tätigkeiten.

Die vorgeschlagene Rechtskonstruktion sieht daher eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (Ges.b.R.) für die interne organisatorische Abwicklung des Naturerlebnis- und Kinderbauernlandes vor.


KOSTENSCHÄTZUNG

Grundstück inkl. altem Bauernhaus € 109.000,--
Renovierungskosten € 327.000,--
Permakulturanlage Phase I und II € 188.000,--
Permakulturanlage Herr Holzer mit Bepflanzung und Tieren € 203.000,--
Hof- und Stallgebäude neu € 360.000,--
Diverse Baulichkeiten wie Hammer- schmiede, Einrichtungen zu alten Arbeitstechniken, Unterstände, Aussichts und Rastplätze € 218.000,--
Ausbau des Seminargebäudes € 109.000,--
Gesamt € 1.514.000,-- (ATS 20.832.000,--)


 

Zuerst wurde auf der Infotafel nur der Name Holzer - dann auch der Schriftzug "Holzer´sche Permakultur" von
"Unbekannt" übermalen. Seltsamerweise befand sich Holzer beidemale in Jennersdorf.       




 
 

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update: 2012-06-22 17:46:57